Mit sieben Nr. 1 Alben in Australien als solo Künstler spielt Jimmy Barnes dort in der gleichen Liga wie die Beatles, Madonna, die Rolling Stones und Rod Stewart. Als Lead-Sänger von Cold Chisel, Australiens populärstes Band des 80er, machte er sich bald einen Namen. Nach Auflösung der Band startete er 1984 seine Solo-Karriere.
Das „Basement“ in Sydney, Australien, ist ein gemütlicher Club mit niedrigen Decken. Der Geruch von Tabak und Whisky sitzt tief in den Wänden. Jimmy Barnes war in diesen „heiligen Hallen“ nur für eine Nacht zu Gast mit seiner Soul-Revue, aber brachte den Raum förmlich zum Zerbersten. So sollte es sein. Es ist, als ginge man zu einem R&B-Konzert, bei dem es darum geht, ganz loszulassen, höllisch abzutanzen, bis man einfach nicht mehr weiter tanzen kann.
In dieser Zeit der Synthesizer, Lichtshows, Videoclips und Sampler ist eine Rockdarbietung oft nichts weiter als ein Abklatsch von etwas, das im Aufnahmestudio entstanden ist. Das gilt gleichermaßen für R&B. Die Kunst, etwas rüberzubringen - unverfälscht - ist fast verloren gegangen. Für diese Show am 9.12.2000 hatte Jimmy eine Gruppe zusammengestellt, die den Groove hielt, auch wenn er sich dazu musikalisch so richtig austobte. Mehr Live-Gefühl als bei Jimmy Barnes im “Basement” geht nicht.